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Chronik Teil II
Wenn wir in der Vereinschronik noch einmal zurückblenden, dann erkennen wir, dass sich im Jahre 1960 unter der Leitung von Wolfgang Kohnle eine eigene Wasserballmannschaft formierte, die bis zum Aufstieg, im Jahre 1964 in die Landesliga, in der Kreisklasse spielte. Mit wechselndem Erfolg zwischen Aufstieg in die Landesliga und Abstieg in die Kreisklasse wurde Wasserball gespielt. Im Jahre 1967 wurde die Wasserballmannschaft in der Landesliga gesamtbadischer Meister. Die Pokalrunde 1967/68 wurde mit dem 2. Platz beendet und im Jahre 1968 konnte auf Anhieb die Wasserballmannschaft ihren badischen Meistertitel er-folgreich verteidigen.
Aber auch auf schwimmerischem Gebiet konnte die „Sparta“ immer wieder beachtliche Erfolge erringen.
Das Jahr 1969 war das Jahr unseres 40-jährigen Jubiläums. Die sportliche Seite wurde mit einem glanzvollen Auftakt des Jubiläums begonnen:
Der Deutsche Schwimmverband hatte den SSC Sparta zum 40-jährigen Jubiläum beauftragt das internationale Wasserballturnier auszurichten mit den teilnehmenden Mannschaften aus Deutschland, Jugoslawien, Spanien und CSSR.
Werner Roth überreichte den von der „Sparta“ gestifteten Pokal der siegreichen deutschen Mannschaft.
Die Entwicklung des Leistungssportes in der Bundesrepublik stellte die Schwimmvereine allgemein vor die gleichen Probleme: Qualifizierte Trainer wurden notwendig, die Entfernungen zu den betreffenden Wettkampforten wurden größer und entsprechend die finanzielle Seite sowie der Zeitaufwand für Aktive und Betreuer.
Diese Fragen blieben auch unserem Dachverband, dem Deutschen Schwimmverband nicht verborgen und so wurden in die Wettkampfbestimmungen des DSV die Bildung von Wettkampf- und Startgemeinschaften aufgenommen.
So entschloss sich unsere Vereinsführung als Erstes die leistungsstarken Wasserballer mit den in der gleichen Klasse spielenden Kameraden des „1. BSC Pforzheim“ zu einer Wett-kampfgemeinschaft zu vereinen, die nun unter dem Namen „Wasserballverein 1.BSC/SSC Sparta Pforzheim“ sich der Öffentlichkeit vorstellte. Dieser kooperative Zusammenschluss erfolgte im Mai 1970, wurde aber später wieder aufgelöst.
Jahrelang beherrschten nun die vereinigten Wasserballer Pforzheims die Szenerie des Wasserballsports vom Bodensee bis zum Main. Sie waren bereits zum Badischen Abonnementmeister geworden.
Im Laufe der Jahre ist aber auch für die Leistungsschwimmer der „Sparta“ der Zeitpunkt gekommen, mit Leistungsschwimmern anderer Vereine zu kooperieren, um damit mit dem ständig steigenden Leistungsniveau Schritt zu halten.
So hatte man im Mai 1973 die Schwimmstartgemeinschaft Pforzheim mit den Schwimmern der Pforzheimer Vereine SSC Sparta, Wassersportverein und der Schwimmabteilung des TV 1834 gegründet.
Gemeinsames Training der Jungen und Mädchen der SSG Pforzheim unter geeigneten Trainern trugen Früchte. Jährlich finden wir von unserer Sparta zahlreiche Jungen und Mädchen bei den Kreis-, Bezirks- und Badischen Jahrgangsmeisterschaften auf den ersten Plätzen. Der Wettkampfsport verlagerte sich aber immer mehr in die Altersgruppen der Schüler und Kinder und er-fasst diese bereits im Alter unter 10 Jahren.
Das Kalenderjahr ist vollgepackt mit sportlichen Terminen, sodass für Vereinsinitiativen kaum mehr Spielraum bleibt. Die schönen und interessanten Clubkämpfe früherer Jahre mit befreundeten Vereinen in familiärer Atmosphäre mit anschließendem geselligen Beisammensein mit Tanz sind heute passe.
Das Eintreten vieler Pforzheimer Bürger und der Pforzheimer Schwimmvereine für die Wiederinstandsetzung des alten Emma-Jaeger-Bades hatte Erfolg: Im September 1977 war die alte Schwimmhalle wieder betriebsfähig und die „Sparta“ hatte ihren gewohnten Übungsabend am Donnerstag in der Zeit von 20 - 22 Uhr wieder. Die Spartamitglieder können hier dem Freizeitsport frönen und ungezwungen können die Nichtsportschwimmer jeder Altersklasse ihre Bahnen zur Entspannung und zur Förderung ihrer Gesundheit ziehen.
Man hat nun den Erfordernissen unserer Gesellschaft und der Bewegungsarmut unserer Zivilisation Rechnung getragen und einen weiteren Nichtschwimmerkurs für Erwachsene begonnen, der ebenfalls zu gleicher Zeit, am Donnerstag im Emma-Jaeger-Bad stattfindet. Hier ist der Übungssleiter Georg Schultze.
Es wurde damit unter dem Zeichen Freizeitsport eine Möglichkeit geschaffen, der allen Beteiligten viel Spaß und Freude bereitet.
Unser traditioneller Schwimmabend ist am Montag unter der Federführung unseres Technischen Leiters Werner Gremmer in der neuen Schwimmhalle des Emma-Jaeger-Bades.
All dies zeigt, dass eine Menge Arbeit getan werden muss, um einen sinnvollen Ablauf des betriebenen Leistungssports, Breiten-sports und Freizeitsports zu gewährleisten.
Im Jahre 1974 wurde das alte Emma-Jaeger-Bad infolge Bau-älligkeit geschlossen und als Ersatz wurde uns die Schwimmhalle der Konrad-Adenauer-Schule zugewiesen.
Die „Sparta“ begann hier mit einem neuen Konzept: Nichtschwimmerkurse werden angeboten und zwar schon für Kinder im Vorschulalter. Die Resonanz ist überwältigend.
Dem verantwortlichen Übungsleiter Werner Gremmer und seiner Frau Gisela mit ihren Helfern war damit eine große Aufgabe gestellt, die sie bis heute bravourös meistern.
Im Frühjahr 1977 wurde die Schwimmhalle der neuen Fritz-Erler-Schule (Brötzingen) eingeweiht. Auch die Sparta bekam in dieser Halle Trainingszeiten. So begannen auch hier Nichtschwimmer-kurse für Kinder und das Training für unsere Nachwuchs-schwimmer. Diese Kurse wurden 1981 ins alte Emma -Jaeger-Bad verlegt.
Seit Januar 2002 werden mit großem Erfolg Aqua Jogging/Aqua Fitness Kurse unter der fachlichen Leitung von Romy Gremmer durchgeführt.
Im Frühjahr 2004 entstand eine Nordic Walking Gruppe und ab Herbst 2004 bieten wir für die Allerkleinsten Säuglings- und Klein-kinderschwimmen an.
Die letzten Jahre sind in wettkampfsportlicher Hinsicht durch unser Engagement innerhalb der SSG Pforzheim (der 1990 auch der 1. BSC Pforzheim beigetreten ist) gekennzeichnet.
Im geselligen Bereich unseres Vereinslebens haben sich 3 all-jährlich wiederkehrende Veranstaltungen fest etabliert: der im Frühjahr stattfindende Familienausflug, der immer großen Wider-hall findet, sowie die im Herbst stattfindende Fahrt für Erwachsene in die nähere Umgebung sowie die Weihnachtsfeier für Kinder mit ihren Eltern.
Das Vereinsleben geht weiter, der Abriss über die Geschehnisse der letzten 75 Jahre soll für alle eine würdige Erinnerung sein. Für unsere Jüngeren aber soll dieser Rückblick eine Information sein, die ihnen einen Einblick gibt in die von Idealismus getragene Arbeit derjenigen, die in den vergangenen 75 Jahren die Ge-schicke des Vereins mitbestimmt haben. Gleichzeitig soll es auch Ansporn sein, selbst mit Hand anzulegen, wenn es gilt, den Be-stand des Vereins für die Zukunft zu sichern und die 75-jährige Tradition fortzuführen.
Oktober 2004
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